Orgeltag Mannheim 2026
18.08.2026 |
Die Königin der Instrumente entdecken, erleben und neu hören vom 11. bis 13. September
Vom 11. bis 13. September öffnen evangelische und katholische Kirchen in Mannheim ihre Türen für den Orgeltag Mannheim. Was vor Jahren als eintägige Veranstaltung begann, ist inzwischen zu einem mehrtägigen musikalischen Erlebnis gewachsen.
In Verbindung mit dem Tag des offenen Denkmals am 13. September zeigt das Programm das Instrument in seiner ganzen Vielfalt, das Menschen jeden Alters zum Staunen und Zuhören einlädt. Die „Königin der Instrumente“, wie Mozart die Orgel einst nannte, darf dabei gehört, erklärt, bestaunt, aus ungewöhnlichen musikalischen Zusammenhängen heraus neu und mehrheitlich kostenfrei entdeckt werden.
Initiiert und organisiert wird das musikalische Großereignis von Kirchenmusikdirektor Professor Johannes Michel und seinem katholischen Kollegen, Bezirkskantor Klaus Krämer, gemeinsam mit den Kantorinnen und Kantoren sowie Organistinnen und Organisten der evangelischen und katholischen Gemeinden. Familien können das Instrument spielerisch entdecken, Interessierte hinter die Kulissen des Orgelbaus schauen, Musikliebhaber zwischen Bach, französischer Kathedralmusik und der Orgelmusik der 1920er Jahre wählen – und wer es ungewöhnlicher mag, erlebt die Orgel im Zusammenspiel mit Pop, Schlagzeug, Trompete oder als musikalische Erzählerin. Auftakt ist am Freitagabend, 11. September, um 18 Uhr mit dem „ORGEL:PUNKT:SECHS“ in der Christuskirche in der Mannheimer Oststadt. Organistin Andrea Manke aus Konstanz eröffnet das Orgeltag-Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Hermann Berlinski und weiteren Komponisten.
Familien: große Klänge und Geschichten
Der Mannheimer Orgeltag richtet sich ausdrücklich auch an Menschen, die dem Instrument erstmals oder einmal ganz unmittelbar begegnen möchten. Das Veranstaltungs- und Konzertprogramm spannt daher einen weiten Bogen. Familien lädt das facettenreiche Programm dazu ein, die Orgel spielerisch, erzählerisch und aus nächster Nähe kennenzulernen. Gleich mehrere Angebote machen das Instrument für junge und erwachsene Zuhörer erlebbar.
Am Samstag, 12. September, um 11 Uhr heißt es in der Johanneskirche (Feudenheim) „Pfeifen, Tasten, große Klänge – die Orgel erleben!“. Kantor Domenico Cerrito gestaltet Führung und Kurzkonzert für Familien. Um 15 Uhr wird es in der Johanniskirche (Lindenhof) märchenhaft: Beim Orgelmärchen „Hänsel und Gretel“ von Jörg Fuhr spielt Kantorin Claudia Seitz an der Orgel, Pfarrerin Susanne Komorowski ist Sprecherin und Chiara Seitz und Rieke Thönnes treten als Hänsel und Gretel auf.
Auch „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew gehört zum Familienprogramm. Am Samstag um 18 Uhr wird das Werk im Evangelischen Gemeindezentrum Vogelstang mit Daniela Jelinek als Sprecherin und Kantor Sebastian Osswald an der Orgel aufgeführt. Am Sonntag, 13. September, um 16 Uhr, steht das Stück erneut auf dem Programm – diesmal als Familienkonzert in der Christuskirche(Oststadt) mit Julia Sucher-Bürger als Sprecherin und KMD Johannes Michel an der Orgel.
Am Sonntag um 15 Uhr lädt schließlich St. Bonifatius in der Neckarstadt zur „Audienz bei der Königin“. Die Orgelführung für Familien mit Organist Martin Geipel bietet Gelegenheit, die „Königin der Instrumente“ aus nächster Nähe kennenzulernen.
Für Neugierige: hinter die Kulissen und hinein in die Instrumente
Wer wissen möchte, was hinter den gewaltigen Klangwelten steckt, bekommt beim Orgeltag besondere Einblicke. Eine Orgelführung durch die Christuskirche mit Kirchenmusikdirektor Johannes Michel nimmt am Samstag, 12. September, ab 11 Uhr die Instrumente dieser Kirche in der Mannheimer Oststadt genauer unter die Lupe. Auch in der Jesuitenkirche lädt Organist Tobias Breitner dazu ein, das „Netzwerk von Pfeifen“ genauer zu betrachten – klingende Kostproben inklusive.
Wer wissen möchte, was hinter den gewaltigen Klangwelten steckt, bekommt beim Orgeltag besondere Einblicke. Eine Orgelführung durch die Christuskirche mit Kirchenmusikdirektor Johannes Michel nimmt am Samstag, 12. September, ab 11 Uhr die Instrumente dieser Kirche in der Mannheimer Oststadt genauer unter die Lupe. Auch in der Jesuitenkirche lädt Organist Tobias Breitner dazu ein, das „Netzwerk von Pfeifen“ genauer zu betrachten – klingende Kostproben inklusive.
Noch näher an die Technik geht es beim Werkstattbesuch bei der Orgelbaufirma Lenter in Sachsenheim. Abfahrt ist am 12. September, um 8.30 Uhr an der Bushaltestelle in der Roonstraße. Die Orgelbauer der Firma Lenter restaurieren aktuell die Voit-Orgel der Mannheimer St. Sebastian Kirche aus dem Jahr 1875 und machen das Instrument als handwerkliches und technisches Meisterwerk erfahrbar. Für diesen Werkstattbesuch mit Bustransfer – Kosten 25 Euro pro Person / Studenten und Kinder 10 Euro – ist eine Anmeldung bis 2. September unter sekretariat@kath-bk-ma.de erforderlich.
Für Musikentdecker: von Bach bis Pop und französischer Kathedralmusik
Ungewöhnliche Klangfarben verspricht der „Orgel-Snack mit Pop und Pepp“ am Samstag, 12. September, um 19.30 Uhr in der Unionskirche in Käfertal. Hier trifft die Orgel auf Schlagzeug und Trompete: Hans-Friedrich Roth und Meike Nagler spielen Orgel, Conrad Nagler Schlagzeug und Marcel Nagler Trompete. Texte von Almut Hundhausen-Hübsch ergänzen das Programm.
Eine musikalische Reise über die Landesgrenzen hinaus bietet Bezirkskantor Klaus Krämer an der Karl Göckel-Orgel mit „Gottesklang: Orgelmusik aus französischen Kathedralen“ am 13. September um 11.15 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche (Schwetzingerstadt).
Den klangvollen Schlussakkord bilden ab 17 Uhr in der Mannheimer Schlosskirche „Impressionen & Neue Sachlichkeit – Orgelmusik der 1920er“ mit Martin Geißler, in St. Franziskus auf dem Waldhof ab 18 Uhr Werke von Widor, Vierne, Reger und Rheinberger gespielt von Florian Moser und das Konzert „Jauchzet Gott in allen Landen!“ mit Sopranistin Regina Dahlen, Almut Rux an der Naturtrompete und Beate Rux-Voss an der Orgel, bevor in der Matthäuskirche in Neckarau um 19 Uhr der Mannheimer Orgeltag mit skandinavischen Klängen für Oboe mit Beate Hofmann und Claudia Seitz an der Orgel endet. schu/dv
