Orgelvesperreihe in der Jesuitenkirche

26.06.2026 | Vier Vespern, vier Organistinnen, vier Länder: Am 5. Juli beginnt eine musikalische Reise durch Europa. 

Die Orgelvesperreihe in der Mannheimer Jesuitenkirche (A4,3, Innenstadt) zeigt ab 5. Juli immer sonntags um 16.30 Uhr die Vielfalt der europäischen Orgelkultur. In vier jeweils halbstündigen Konzerten stellen vier Organistinnen aus vier verschiedenen europäischen Ländern, an vier Sonntagen jeweils ihre Heimat vor. 

Jede von ihnen setzt einen eigenen Akzent – geprägt von Herkunft, Ausbildung und persönlicher musikalischer Handschrift. Am Spieltisch sitzt am 5. Juli Victoria Ulriksen aus Norwegen, am 12. Juli Iohanna Solomonidou aus Griechenland, am 19. Juli Mária Palkovics aus Ungarn und am 26. Juli Mélodie Michel aus Frankreich. 
 
Auftakt mit Victoria Ulriksen (Norwegen)
Die erste Vesper am 5. Juli gestaltet Victoria Ulriksen aus Norwegen. Die junge Organistin gehört zu einer neuen Generation skandinavischer Musikerinnen, die sich international einen Namen gemacht haben. Ihr Spiel ist geprägt von klarer Klanggestaltung, technischer Präzision und einem ausgeprägten Sinn für musikalische Dramaturgie. Sie gestaltet den Auftakt der Orgelvespern mit Richard Wagners Walkürenritt aus der Oper „Die Walküre“, Johann Sebastian Bachs "Concerto a-moll" (nach A.Vivaldi) für vier Cembali und Olivier Messiaen Toccata „Dieu parmi nous“.
 
Vesper mit Iohanna Solomonidou (Griechenland)
Die zweite Vesper am 12. Juli spielt Iohanna Solomonidou aus Griechenland. Sie studierte unter anderem in Thessaloniki, Stuttgart und Almaty und ist als Konzertorganistin international aktiv. Freuen können sich Zuhörer:innen auf Eugen Gigouts "Minuetto aus Dix Pièces pour Orgue", Joseph Gabriel Rheinbergers "Tema variato aus Meditationen op. 167 Nr. 9" und Franz Liszts Fantasie und Fuge über „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“. 
 
Ungarn hören mit Mária Palkovics
Die dritte Vesper am 19. Juli gestaltet Mária Palkovics aus Ungarn. Sie ist in der mitteleuropäischen Orgeltradition verwurzelt und verbindet strukturelle Klarheit mit expressiver Gestaltungskraft. Mit nach Mannheim bringt sie Orgelmusik bedeutender ungarischer Komponisten, wie Dezső d'Antalffy, György Kurtág, Zsolt Gárdony (Mozart Changes) und Béla Bartók sowie Werke von Johann Sebastian Bach (Fantasie und Fuge c-Moll) und Max Reger. 
 
Mélodie Michel (Frankreich) gestaltet den Abschluss
Die Abschluss-Orgelvesper am 26. Juli übernimmt Mélodie Michel aus Frankreich. Ihre Ausbildung in der französischen Orgelschule prägt ihre Klangsprache, die sich durch farbenreiche Registrierung und differenzierte Interpretation auszeichnet. Die Orgelvespern bereichert sie mir Felix Mendelssohn-Bartholdys "Variations sérieuses" und Franz Liszts Fantasie und Fuge über B-A-C-H. 
 
Alle vier Konzerte sind kostenfrei. Spenden für die Kirchenmusik sind willkommen. Unterstützt wird die Konzertreihe durch die Gebhard-Scharfenberger Stiftung. schu